Wracktauchen im Mittelmeer über Ostern
Über die Osterfeiertage zog es uns in den Süden. Während es zu Hause noch wechselhaft war, erwarteten uns auf Malta angenehme Temperaturen, klares Wasser und perfekte Bedingungen für das, was wir am liebsten tun: Wracktauchen. Gemeinsam machten sich Dominik L., Peter S., Sabine W. und Philipp L. auf den Weg, um einige der bekanntesten Wracks der Insel zu erkunden.
Schon nach den ersten Tauchgängen war klar, warum Malta zu den beliebtesten Tauchdestinationen Europas zählt. Kurze Wege, hervorragende Sichtweiten und eine beeindruckende Dichte an künstlich versenkten und historischen Wracks machen die Insel zu einem echten Paradies für Taucher.

MV Karwela und MV Cominoland
Unsere Ausflug nach Gozo führten uns zur MV Karwela und zur MV Cominoland. Beide Wracks liegen relativ nah beieinander und sind speziell für Taucher versenkt worden. Die Karwela beeindruckte vor allem durch ihre offene Struktur. Besonders spektakulär war der Einstieg über die große Treppe im Inneren des Wracks, die sich perfekt für ein Erinnerungsfoto eignet.
Die Cominoland wirkte etwas kompakter, bot aber ebenfalls spannende Einblicke in das Innere eines Schiffs. Beide Wracks sind ideal, um sich einzutauchen und ein Gefühl für die Bedingungen rund um Malta zu bekommen.
https://maltadives.com/sites/mvkarwela-xattlahmar
https://maltadives.com/sites/mvcominoland-xattlahmar
Um El Faroud – das Highlight der Reise
Das absolute Highlight unseres Trips war die Um El Faroud, die wir gleich bei zwei Tauchgängen erkundeten. Das ehemalige Tankschiff ist eines der größten Wracks Maltas und liegt imposant auf dem Meeresgrund.
Schon beim Abtauchen zeichnet sich die gewaltige Silhouette im Blau ab. Beim ersten Tauchgang verschafften wir uns einen Überblick über das Wrack, erkundeten das Deck und die riesigen Strukturen. Beim zweiten Tauchgang ging es tiefer in Details, vorbei an Aufbauten, Durchgängen und beeindruckenden Stahlkonstruktionen. Die Dimensionen dieses Wracks sind schlicht überwältigend und machen jeden Tauchgang zu einem besonderen Erlebnis.
https://maltadives.com/sites/umelfaroud-wiedizzurrieq
HMS Maori – Geschichte zum Greifen nah
Mit der HMS Maori tauchten wir in ein Stück echter Kriegsgeschichte ein. Der Zerstörer aus dem Zweiten Weltkrieg liegt relativ flach und ist stark von der Zeit gezeichnet.
Trotzdem oder gerade deshalb hat dieses Wrack einen ganz eigenen Charakter. Überall finden sich Überreste, die von der bewegten Vergangenheit erzählen. Zwischen Bewuchs und Metall entsteht eine besondere Atmosphäre, die diesen Tauchgang deutlich von den künstlich versenkten Wracks unterscheidet.
https://maltadives.com/sites/hmsmaori-valletta
P29 und Rozi – Klassiker mit Charme
Die P29 und die Rozi rundeten unsere Tauchgänge perfekt ab. Beide Wracks liegen im Tauchgebiet von Cirkewwa im Norden Maltas, einem der bekanntesten Shore-Dive-Spots der Insel. Der Einstieg erfolgt direkt vom Ufer aus und führt über ein einfaches Plateau hinab zu mehreren Attraktionen, was das Gebiet besonders beliebt und abwechslungsreich macht.
Die P29, ein ehemaliges Patrouillenboot, liegt aufrecht auf dem Meeresgrund und ist hervorragend zugänglich. Viele Details sind noch gut erhalten, wodurch sich das Wrack ideal zum Erkunden eignet. Die Rozi, ein gezielt versenktes Schlepperwrack, liegt etwas tiefer und ist inzwischen wunderschön bewachsen. Umgeben von Fischschwärmen und bei meist hervorragender Sicht bietet sie einen entspannten, aber eindrucksvollen Tauchgang.
Die Kombination aus einfacher Zugänglichkeit, mehreren Wracks und guter Sicht macht Cirkewwa zu einem perfekten Ort für entspannte, aber dennoch spannende Tauchgänge und zu einem idealen Abschluss unserer Reise.

https://maltadives.com/sites/cirkewwa
https://maltadives.com/sites/p29-cirkewwa
https://maltadives.com/sites/rozi-cirkewwa
Sightseeing in Valletta und Mdina
Auch an Land hatte Malta einiges zu bieten. Besonders die Hauptstadt Valletta beeindruckte mit ihren engen Gassen, historischen Gebäuden und dem Blick aufs Meer. Ein Spaziergang durch die Stadt fühlte sich an wie eine kleine Reise in die Vergangenheit.
Ebenso faszinierend war Mdina, die alte Hauptstadt Maltas. Ruhig, fast mystisch und voller Charme. Die schmalen Gassen, die alten Mauern und die besondere Atmosphäre machten den Besuch zu einem echten Highlight abseits des Wassers.









Rechtzeitig zum Osteressen ging es leider wieder Heim
Unser Ostertrip nach Malta war ein voller Erfolg. Jeder Tauchgang hatte seinen eigenen Charakter und zeigte eine andere Facette des Wracktauchens. Von künstlich geschaffenen Tauchattraktionen bis hin zu echten historischen Relikten war alles dabei.
Malta überzeugt nicht nur durch seine Wracks, sondern auch durch die unkomplizierte Organisation, das gute Wetter und die beeindruckende Unterwasserwelt. Für uns steht fest: Das war definitiv nicht unser letzter Tauchurlaub auf dieser Insel.
